Kanton Zug will Nachbarschaftshilfe ausweiten und verbessern

Menschen sind mobiler, Arbeits- und Lebensstile haben sich verändert, das Zusammenleben gestaltet sich immer anonymer.
Der Zuger Regierungsrat will dieser Entwicklung entgegenwirken. Mit dem Pilotprojekt «einfachfreiwillig.ch» soll die Freiwilligenarbeit gefördert werden.

Frau vor Kühlregal.

Bildlegende: Nachbarschaftshilfe - Einkaufen für Kranke zum Beispiel - soll gefördert werden. Keystone

Unter den veränderten Lebensstilen leide die informelle Freiwilligenarbeit, jenes Engagement, das sich im privaten Umfeld abspielt und unter anderem als Nachbarschaftshilfe bekannt ist, sagte Regierungsrätin Manuela Weichelt am Donnerstag.

Der gemeinnützige Verein Benevol Zug - Fachstelle für Freiwilligenarbeit wurde deshalb vom Regierungsrat mit der Erarbeitung und Umsetzung von Massnahmen beauftragt. Zugerinnen und Zuger sollen vermehrt gegenseitige Nachbarschaftshilfe leisten. Das Pilotprojekt ist auf drei Jahre angesetzt.

Herzstück des Projekts ist die Webplattform «einfachfreiwillig.ch». Über dieses Internetportal sollen Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Zug, die Hilfe suchen oder anbieten, schnell und unkompliziert zusammenfinden. Das Angebot ist
kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.