Kein Stimmrecht für Luzerner 16-Jährige

Die bürgerliche Mehrheit des Kantonsparlaments will nichts davon wissen, dass bereits 16- und 17-Jährige an die Urne können. Der Kantonsrat hat am Dienstag eine Initiative von grüner Seite mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Ein Mann betritt ein Stimmlokal mit der Aufschrift «Stimmabgabe»

Bildlegende: Keine Stimmabgabe für 16-Jährige im Kanton Luzern: Das Parlament hat die Senkung des Stimmrechtsalters abgelehnt. Keystone

Der Kantonsrat hat die Einzelinitiative von Andreas Hofer (Grüne) mit 80 zu 32 Stimmen abgelehnt. Für die Gutheissung einer Einzelinitiative wäre ein Drittel der Stimmenden nötig gewesen.

Bei einer Annahme hätte die Staatspolitische Kommission des Kantonsrates das Thema weiter bearbeiten müssen. In der Debatte ging es darum, ob 16-Jährige tatsächlich reif und interessiert genug seien, um sich komplexen politischen Themen anzunehmen.

Anliegen für Bürgerliche zu früh

SP, Grüne und GLP bejahten dies, CVP, SVP und FDP verneinten es. Ein Argument gegen eine Senkung des Stimmrechtsalters war auch, dass das Anliegen 2007 bei der Ausarbeitung der neuen Kantonsverfassung gescheitert sei. Auf bürgerlicher Seite wurde argumentiert, das Anliegen komme «zu früh».