Kilian Vogel: Der verrückteste Auto- und Töfftüftler der Schweiz

Der Tüftler Kilian Vogel aus dem luzernischen Ettiswil baut hobbymässig die schrägsten Auto- und Motorrad-Konstruktionen. Nebst eines motorisierten Bierharasses hat der Luzerner auch schon einen Töff aus Holz und nun einen tiefergelegten Eigenbau-Lastwagen zusammengeschraubt.

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Verrückter Auto- und Töfftüftler

4:20 min, aus Schweiz aktuell vom 11.6.2014

Manchmal ist es eine Bieridee vom Stammtisch, manchmal wird Kilian Vogel inspiriert von Konstruktionen, die er im Internet gesehen hat, manchmal ist es schlicht eine Eingebung. So baut der gelernte Motorradmechaniker immer wieder die verrücktesten Eigenkreationen zusammen.

Sein neuster Wurf ist ein tiefergelegter Eigenbau-Lastwagen, zusammengeschweisst aus einem alten Saurer-Lastwagen und einem Zivilschutz-Anhänger als Ladefläche. Der V-8-Motor stammt von einem Dodge-Van.

Das Spezielle daran: Kilian Vogel zeichnet nie Pläne für seine verrückten Konstruktionen, sondern verlässt sich auf seine Intuition und sein Augenmass: «Bei mir gibt es nur rollende Planung. Ein fixer Plan funktioniert nicht, da gibt es immer so viel abzuändern. Ich halte ein Teil hin, wenn es passt, schweisse ich es an. Und sonst wird improvisiert».

Auszeichnungen für Eigenbauten erhalten

Nebst seinem Eigenbau-Lastwagen würde er auch gerne seinen Holz-Töff mit Bierfass-Rädern für die Strasse einlösen. Bis jetzt allerdings erfolglos. «Aber wer weiss, vielleicht finde ich noch ein Schlupfloch oder eine Gesetzeslücke», meint der findige Mechaniker lachend.

Den grössten Teil seiner Freizeit verbringt der Kaffeemaschinen-Servicetechniker in seiner Garage, schraubt und macht was das Zeug hält. Auch wenn seine Eigenbauten schon Preise gewonnen haben und viele Fans haben: Sein Hobby will Kilian Vogel nicht zum Beruf machen. «Ich schätze es, eine feste Anstellung und geregelte Arbeitszeiten zu haben. Mein Hobby soll Hobby bleiben».

Für seinen tiefergelegten Spass-Lastwagen hat er in den letzten fünf Monaten unzählige Nachtschichten eingelegt, damit er rechtzeitig auf ein Ami-Treffen fertig wird.

Nicht immer zur Freude seiner Familie, wie Ehefrau Regula Vogel sagt: «Eigentlich finde ich sein Hobby ja gut. Aber in letzter Zeit wurde es schon etwas viel, wenn er jede freie Minute in der Garage verbrachte und kaum mehr zum Schlafen kam». Immerhin hat Kilian Vogel seiner Familie nun versprochen, dass er nach seinem Mech-Marathon nun eine längere Pause einschaltet und den Sommer mit Frau und Kindern geniessen will.

(SchweizAktuell, 19 Uhr)