Kurt Zibung fordert Sachpolitik statt Diffamierungen im Kanton

Der CVP-Mann ist mit Leib und Seele Regierungsrat, länger im Amt als jedes andere Regierungsmitglied im Land. Der Kanton Schwyz sei massiv gewachsen, bilanziert er, zugenommen habe aber auch der gehässige politische Umgang im Parlament. Das sei schädlich für die Entwicklung des Kantons.

Der Schwyzer Volkswirtschaftsdirektor Kurt Zibung.

Bildlegende: Der abtretende Schwyzer CVP-Volkswirtschaftsdirektor Kurt Zibung kritisiert das politische Klima in seinem Kanton. Keystone

Mit den Nominationsversammlungen startet im Kanton Schwyz nun offiziell der Wahlkampf für die Kantonalen Wahlen im nächsten März. Nach bald 20 Jahren als Regierungsrat sieht der CVP-Volkswirtschaftsdirektor Kurt Zibung diesem Wahlkampf gelassen entgegen. Er will nicht mehr antreten.

Zibung ist der amtsälteste Regierungsrat der Schweiz. Und sein Kanton habe sich in diesen 20 Jahren massiv verändert. Die Bevölkerung sei gewachsen, die Dörfer, die Zahl der Verkehrsverbindungen.

Auch habe das Vermögen im Kanton massiv zugenommen. Leider sei es aber nur beschränkt gelungen, auch im inneren Kantonsteil genügend Arbeitsplätze zu schaffen, bilanziert Zibung.

Angriffe schwer wegzustecken

Was der abtretende Volkswirtschaftsdirektor scharf kritisiert, ist das politische Klima im Kanton. Es werde nicht mehr sachlich diskutiert, vielmehr würde die Regierung angegriffen und diffamiert. Das sei schädlich für die Entwicklung des Kantons - und auch persönlich schwer wegzustecken.

Nun will er sich politisch zurückziehen, höchstens noch als Berater tätig sein. Für die Bundespolitik interessiert er sich nicht. Er sei ein Exekutiv-Politiker, Bundesrat sei aber kein Thema.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.