Leere Neubauvillen sorgen in Sisikon für Ärger

An schönster Lage, direkt am Urnersee, stehen sechs Neubauvillen. Die Mietpreise bewegen sich zwischen 5300 und 7400 Franken pro Monat. Die Mehrheit der Häuser steht leer. Der Gemeinderat Sisikon ärgert sich, es sind ihm aber die Hände gebunden.

Drei weisse Villen mit viel Glas.

Bildlegende: Drei der Villen stehen an schönster Lage direkt am See, drei weitere Häuser sind leicht zurückversetzt. SRF

«Exklusives Wohnerlebnis» oder «Direkt am See mit traumhaftem Ausblick auf die Berge», so wird im Internet für die Einfamilienhäuser in Sisikon geworben. Die Villen sind seit 2011 fertig, aktuell sind nur gerade zwei Häuser bewohnt. «Sisikon wäre sehr daran interessiert, dass Familien ins Dorf ziehen», sagt Gemeindeschreiberin Ursula Habegger. Nur seien die Häuser für Normalverdiener zu teuer. «Der Ärger beim Gemeinderat ist gross», sagt Habegger.

Aussicht direkt auf den Urnersee

Bildlegende: Die Villen in Sisikon haben schönste Aussicht. Aber alles hat seinen Preis. SRF

Es hätten auch bereits Gespräche mit dem Regierungsrat stattgefunden. «Uns sind aber die Hände gebunden, da es sich um privaten Boden und private Häuser handelt», sagt Gemeindeschreiberin Ursula Habegger.

Ein Architektur- und Immobilienbüro aus dem Kanton Luzern hat die Häuser realisiert und vermietet sie auch. Die Geschäftsleitung wollte zu den angesprochenen Punkten innert nützlicher Frist keine Stellung nehmen.