Lehrstellen im Kanton Luzern: Es sieht gut aus

Im Kanton Luzern stehen im Sommer insgesamt rund 4100 Jugendliche bereit für eine Lehre. Sie haben die obligatorische Volksschule, ein Zwischen- oder ein Brückenjahr abgeschlossen. Die gute Nachricht: Die meisten haben eine Lehrstelle. Die schlechte: In gewissen Branchen hapert es.

Eine Coiffeur-Lehrtochter föhnt an einem Modell eine Langhaarfrisur.

Bildlegende: Kürzere Lehren, wie die Ausbildung zur Coiffeuse oder zum Coiffeur, sind bei den Luzerner Jugendlichen beliebter. Keystone

Per Ende Mai haben die Behörden des Kantons Luzern 3910 Lehrverträge bewilligt. Das sind praktisch gleich viele wie zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. Der Kanton erwartet, dass bis Ende Juli noch rund 800 weitere Jugendliche ihre Unterschrift unter einen Lehrvertrag setzen.

Insgesamt starten etwa gleich viele junge Leute neu ins Berufsleben wie im vergangenen Jahr. Ebenso stabil geblieben ist die Zahl der angebotenen Lehrstellen.

Kaum noch freie Lehrstellen gibt es...

  • ...bei kaufmännischen Berufen, im Detailhandel, in der Informatikbranche, im grafischen Gewerbe und bei den Gesundheitsberufen.

Zahlreiche unbesetzte Lehrstellen gibt noch für...

  • ...Bäcker, Fleischfachleute, Gipser, Carrosserie-Spengler und Automobil-Mechatroniker.

Mehr «spät Eingereiste»

Rund 120 Jugendliche und junge Erwachsene, die noch nicht sehr lange in der Schweiz sind, haben sich für ein Brückenangebot angemeldet. «Das sind doppelt so viele wie letztes Jahr», sagt Christof Spöring, Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern. In Integrationskursen sollen diese jungen Leute ihre sprachlichen, kulturellen und beruflichen Kompetenzen verbessern.

Leere lange Lehrstellen

Besonders schwierig ist es auch heuer, 4-jährige, anspruchsvolle Lehrstellen in den technischen Bereichen zu besetzen. Der Kanton Luzern meint dazu: Diese Situation sei bedenklich, brauche die Wirtschaft doch leistungsstarke Jugendliche, die als zukünftige Top-Fachkräfte ihre Karriere mit einer Lehre beginnen würden.