Leicht grössere Schulklassen in der Stadt Zug

Die Stadt Zug will mittelfristig die Klassengrössen erhöhen. Die Einsparung von 14 Primarschulklassen, wie das die SVP fordert, lehnt der Stadtrat hingegen als «unrealistisch» ab.

Ein Klassenzimmer einer Primarschule

Bildlegende: Der Zuger Stadtrat will die Klassengrössen leicht erhöhen Keystone

In der Stadt Zug hat aktuell eine Primarschulklasse im Durchschnitt 17.5 Schülerinnen und Schüler. Die erlaubte Höchstzahl beträgt 26 Schüler. Diese Zahl will die SVP der Stadt Zug voll ausschöpfen, um zu sparen. Dies lehnt der Stadtrat aber als «unrealistisch» ab.

Maximal will der Stadtrat in den nächsten fünf Jahren sechs Primarklassen und damit 1,6 Millionen Franken einsparen. Mehr sei nicht möglich, da die Schülerzahlen je nach Quartier stark variieren. 

Volle Klassen in Zug West

In diesem Gebiet der Stadt Zug wird stark gebaut. Dies schlägt sich auch in den Schülerzahlen nieder. Stadträtin Vroni Straub hält nichts davon, die Kinder als «Füllmaterial zu behandeln» und sie je nach Situation auf die Schulhäuser in der Stadt Zug zu verteilen.

Ausserdem könne es nicht das Ziel sein, bei jeder Primarklasse die Höchstzahl von 26 zu erreichen. Gerade in der Stadt Zug mit vielen Kindern von Expats aus aller Welt «braucht es Ressourcen, um jedes Kind da abzuholen, wo es gerade steht».