Luzern will jüngste Verluste von Arbeitsplätzen wett machen

In den letzten Monaten häuften sich Meldungen, dass Unternehmen wie SBB oder Swisscom Arbeitsplätze verlagern oder wie Mobility gleich den Hauptsitz verlagern. Das sei zwar schmerzhaft, grundsätzlich aber wachse die Zahl an Arbeitsplätzen in Luzern. Und solche Abgänge böten auch wieder neue Chancen.

Blick auf Luzerner Altstadt, KKL und Bahnhof.

Bildlegende: Unerfreulich, aber verkraftbar seien die die jüngsten Arbeitsplatzverluste, sagt der Luzerner Wirtschaftsförderer. Keystone

Jüngstes Beispiel ist die SBB, welche am Dienstag bekannt gab, dass sie 170 Arbeitsplätze von Luzern nach Olten verlagert. Solche Meldungen würden ihm natürlich wenig Freude bereiten, sagt Peter Bucher, der Beauftragte für Wirtschaftsfragen der Stadt Luzern.

Abgänge wegen Umstrukturierungen bei SBB und Swisscom seien für ihn weniger dramatisch als der Entscheid der Mobility, gleich den Hauptsitz von Luzern nach Rotkreuz zu verlagern. Er gehe aber von einer zufälligen Häufung von Meldungen aus.

Statistik Luzern Lustat geht von rund 80'000 Arbeitsplätzen in der Stadt Luzern aus. Da seien die rund 500 Stellen, die von Luzern abgezogen werden sollen, ein nicht sehr grosser Teil. Vor allem auch, weil jährlich zwischen 500 und 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen würden, rechnet Bucher weiter vor.

Vor allem aber müsse man die Chancen von solchen Wechseln nutzen. Gerade die künftig leeren Büros der SBB beim Bahnhof seien auch für neue Unternehmen sehr attraktiv.