Millionenbetrug Luzerner Baufirmen-Chef blitzt vor Bundesgericht ab

Bundesgericht von aussen.

Bildlegende: Das höchste Gericht in Lausanne stützt die Urteile der Luzerner Gerichte. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwischen 2005 und 2012 hatte der ehemalige Direktor der Baufirma Anliker 7 Millionen Franken seines Arbeitgebers für den Privatgebrauch abgezweigt.
  • Das Kriminal- und das Kantonsgericht Luzern verurteilten den heute 62-Jährigen wegen gewerbsmässigen Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung.
  • Das Bundesgericht bestätigt die Vorinstanzen und weist die Beschwerde des Beschuldigten ab. Er muss nun definitiv 4 Jahre ins Gefängnis.

«Emotionale Notlage» – die Argumente des Beschuldigten

Er habe immer viel gearbeitet und mit dem erschlichenen Geld Geschenke für seine Familie gekauft um seine Abwesenheit zu kompensieren, argumentierte der ehemalige Direktor in seiner Beschwerde.

Er sei durch den Druck seiner Familie in einer «emotionalen Notlage» gewesen und habe sich «am Rande der verminderten Schuldfähigkeit» befunden. Ausserdem betonte er, dass er seine Tat bereue und ihm das Strafverfahren massiv zusetze.

«Raffiniert» und «listig» – die Argumente des Bundesgerichts

Das Bundesgericht weist die Beschwerde ab. Der Beschuldigte habe über lange Zeit «raffiniert» und «listig» gehandelt. Er habe sehr viel Geld erschlichen und das Vertrauen seiner Vorgesetzten «massiv missbraucht». Zudem habe er «aus rein finanziellen und damit verwerflichen Motiven gehandelt».