Luzerner Gemeinden stehen finanziell gut da

Die Finanzlage der Luzerner Gemeinden hat sich 2015 weiter verbessert. Der Ertragsüberschuss stieg von total 49 auf 86 Millionen Franken. Hauptgrund sind gestiegene Steuereinnahmen. Die Verschuldung sank im kantonsweiten Mittel auf einen neuen Tiefstwert.

Luzern aus der Vogelperspektive

Bildlegende: Das Rechnungsjahr 2015 war für die meisten Luzerner Gemeinden erfreulich. SRF; Dani Helfenstein

Drei Viertel der Luzerner Gemeinden schlossen im letzten Jahr die Laufende Rechnung im Plus ab, wie das Luzerner Statistikamt Lustat am Dienstag mitteilte. Ein Viertel der Gemeinden dagegen wies Verluste aus. Die positive Entwicklung der Rechnungsabschlüsse habe ihre Ursache hauptsächlich auf der Ertragsseite, wo die Gemeindesteuern um 4,9 Prozent zugenommen hätten, heisst es in der Mitteilung.

Gemeinden investieren kräftig

Die Nettoinvestitionen aller Gemeinden erreichten 2015 mit 219 Millionen Franken den höchsten Stand seit über zwanzig Jahren. Der hohe Wert sei nicht auf einzelne Grossprojekte, sondern auf eine generell intensive Investitionstätigkeit in vielen Gemeinden zurückzuführen.

Nettoschuld auf Rekordtief

Dank einer ausserordentlich starken Selbstfinanzierung hat sich die finanzielle Lage der Gemeinden laut Lustat erneut verbessert. Die Nettoschuld pro Einwohner sank per Ende 2015 über alle Luzerner Gemeinden betrachtet auf 2'132 Franken - den tiefsten Stand seit Einführung der Statistik 1992.