Luzerner Kantonsrechnung: 23 Millionen Gewinn statt Defizit

Die Erfolgsrechnung des Kantons Luzern schliesst für das Jahr 2015 mit einem Ertragsüberschuss von 23,3 Millionen Franken ab. Das positive Ergebnis kam in erster Linie dank Einsparungen sowie der nicht budgetierten Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank zustande.

Mann mit Akten

Bildlegende: Finanzdirektor Marcel Schwerzmann auf dem Weg zur Medienorientierung. Keystone

Der Mehrertrag in der Luzerner Kantonsrechnung von rund 64 Millionen Franken entspricht etwa dem Betrag der nicht budgetierten ordentlichen und der zusätzlichen Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank aus dem Geschäftsjahr 2014.

Massive Einsparungen bei der Verwaltung

Budgetiert war ein Gesamtaufwand von rund 3,6 Milliarden Franken. Gegenüber dem effektiven Gesamtaufwand resultierte eine marginale Abweichung von 0,04 Prozent oder 1,4 Millionen Franken. Bei den Ausgaben für die Verwaltung konnte bei einem Netto-Aufwand von 132,3 Millionen Franken eine massive Verbesserung von 12 Prozent zum Budget erreicht werden. Die Hauptgründe liegen in tieferen Personal- und Sachkosten sowie Projektverzögerungen und -stopps.

Auch bei der öffentlichen Sicherheit konnten gegenüber dem Budget Einsparungen von rund 7 Millionen Franken erzielt werden.

Die Steuererträge liegen etwa auf der Höhe des Budgets von 1,163 Milliarden Franken. Allerdings mussten die Nachträge der natürlichen Personen um 15,3 Millionen Franken und die Nachträge der juristischen Personen um 11,1 Millionen Franken wertberichtigt werden. Aufgrund der anhaltenden Frankenstärke und der schlechten Konjunkturlage liegen die Gewinn- und Kapitalsteuern leicht unter dem Budget. Kompensiert werden diese Mindereinnahmen durch höhere Einnahmen insbesondere bei der Erbschaftssteuer.