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Zentralschweiz Luzerner Stadtparlament streitet um Teilzeit-Jobs in Verwaltung

Stellen in der Luzerner Stadtverwaltung sollen prinzipiell auch als Teilzeitstellen ausgeschrieben werden. Über diesen Vorstoss der Grünen und Jungen Grünen debattierte das Parlament. Einig waren sich alle, dass Teilzeitarbeit Sinn macht. Trotzdem wurde eifrig gestritten.

Stadträtin Ursula Stämmer
Legende: Stadträtin Ursula Stämmer zur Personalpolitik: «Wir sind schon viel weiter, als manche hier drin denken.» (Archiv) SRF

Mit dem Vorstoss im Luzerner Stadtparlament wollten Grüne und Junge Grüne den Stadtrat auffordern, bei Stellenausschreibung konsequent auch Teilzeitarbeit zu ermöglichen. Der Stadtrat erklärte, das treffe derzeit schon zu, man nehme die Aufforderung entgegen.

Seitens der FDP betonte die Sprecherin zwar, man sei ebenfalls für Teilzeitarbeit. Trotzdem gingen die Forderungen nach Ausschreibungen jeglicher Stellen für 80 bis 100 Stellenprozente oder allenfalls auch weniger zu weit. Es brauche keine solche Regelungen.

Ähnlich die Meinung der SVP: Zu viel Teilzeitarbeitende würden zudem die Kundenfreundlichkeit der Verwaltung torpedieren. CVP, SP, Grüne und Grünliberale konnten diese Bedenken nicht nachvollziehen. Da würden alte Vorurteile bemüht, Teilzeitarbeit sei längst etabliert, auch in Kaderpositionen.

Auch wenn eigentlich praktisch alle Ratsmitglieder Teilzeitarbeit begrüssten, blieben die Fronten im Parlament verhärtet. Gegen den Willen von SVP und FDP überwies das Luzerner Stadtparlament nach intensiver Debatte schliesslich den Vorstoss an den Stadtrat.

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