Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Luzerner Unternehmen müssen weiterhin Kirchensteuern zahlen

Im Kanton Luzern müssen die Unternehmen den Landeskirchen weiterhin Steuern zahlen. Der Kantonsrat hat einen Vorstoss der Grünliberalen mit klarem Mehr abgelehnt, die dieser Steuerpflicht skeptisch gegenüber stehen.

Jesuitenkirche in Luzern.
Legende: Die Luzerner Kirchen erhalten weiterhin Kirchensteuern von Unternehmen. Keystone

Die Kantonsverfassung sieht vor, dass die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche nicht nur bei ihren Mitgliedern, sondern auch bei den juristischen Personen Steuern erheben können. Sie schreibt den Landeskirchen
vor, dass die Steuern, die die Unternehmen zahlen, für soziale und kulturelle Tätigkeiten einzusetzen seien.

Die GLP wollte, dass der Regierungsrat eine Abschaffung der Kirchensteuer für Unternehmen und die Folgen dieses Schrittes prüft. Unternehmen hätten keinen Glauben, lautete ihr Hauptargument.

Michèle Graber (GLP) sagte, Zuwendungen an Kirchen müssten freiwillig sein. Sie kritisierte ferner, dass die Landeskirchen gegenüber anderen Organisationen bevorteilt würden. Marlene Odermatt (SP) hob dagegen den speziellen Charakter der Landeskirchen hervor. Diese würden sich von anderen Kirchen oder Organisationen dadurch unterscheiden, dass sie öffentlich anerkannt seien.

Priska Galliker (CVP) sagte, die Kirchen würden viele ihrer Leistungen auch an Konfessionslose anbieten. Niemand frage in der Gassenküche nach der Kirchenangehörigkeit. Armin Hartmann (SVP) wies auf die finanziellen Folgen hin, die eine Befreiung der Unternehmen von der Kirchensteuerpflicht verursachen könnte. Die Kirchen müssten die Steuern für natürliche Personen erhöhen, was zu Kirchenaustritten führen würde. Andreas Heer (FDP) sagte, dass die Frage erst 2006 und 2007 bei der Beratung der neuen Kantonsverfassung diskutiert worden sei.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Joachim Datko, Regensburg
    Vorab: Es gibt keinen Gott, es gibt keine Götter Die großen christlichen Kirchen sind in Deutschland auf der schiefen Ebene. Bei uns in Regensburg sind im Jan. 1,6 Promille der Mitglieder ausgetreten. Das Potenzial für Kirchenaustritte ist riesig, die meisten Christen wurden als Kleinkinder durch die Taufe Opfer der Priester. Es gibt nur einen Weg, die Macht der Kirchen zu brechen, den Kirchenaustritt. Joachim Datko - Physiker, Philosoph Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft Monopole.de
    Ablehnen den Kommentar ablehnen