Makaberes und humorvolles Musical im Luzerner Theater

Mit «Sweeney Todd» bringt das Luzerner Theater ein düsteres Musical auf die Bühne. Erzählt wird die Geschichte des Barbiers Sweeney Todd, der - nach 15 Jahren unschuldiger Verbannung - zurück nach London kommt und einen Mord nach dem anderen begeht.

Sweeney Todd und Mrs. Lovett entledigen sich einer Leiche, die in einem Container liegt.

Bildlegende: Sweeney Todd und Mrs. Lovett entledigen sich einer Leiche - es wird nicht die letzte sein. Luzerner Theater/ Tanja Dorendorf

«Sweeney Todd» spielt im 19. Jahrhundert. Das Musical stammt von Stephen Sondheim - uraufgeführt wurde es 1979. Berühmt wurde das Musical auch durch die blutige Verfilmung von Kult-Regisseur Tim Burton mit Johnny Depp in der Hauptrolle.

Das Luzerner Theater zeigt eine eigene Version des Musicals. Weniger auf Horror ausgerichtet - sondern mehr auf Humor. Mit vielen originellen Regie-Einfällen gleicht die Aufführung bisweilen fast ein bisschen einem Schwank. Dabei kommt das Bitterböse machmal etwas zu kurz.

Gute gesangliche Leistung

Gesanglich und schauspielerisch zeigen die Sängerinnen und Sänger des Luzerner Theaters eine überzeugende Leistung. Das Zusammenspiel mit dem Luzerner Sinfonieorchester gelingt allerdings nicht immer: Die Sängerinnen und Sänger und insbesondere auch der Chor müssen immer wieder gegen das Orchester ansingen.

«Sweeney Todd» am Luzerner Theater ist ein makaberer musikalischer Abend, nicht ganz so rabenschwarz, wie er vielleicht sein könnte, aber mit viel Unterhaltungswert.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr