Mehr Passagiere und mehr Gewinn für die SGV

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) beförderte im 175. Jubiläumsjahr erneut mehr Passagiere und
steigerte den Jahresgewinn. Fürs laufende Jahr erwartet die SGV allerdings kein weiteres Wachstum mehr.

Ein Schiff fährt auf dem Vierwaldstättersee, im Hintergrund der Pilatus.

Bildlegende: Die SGV hat ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 hinter sich. Keystone

Die Dampf- und Motorschiffe der SGV transportierten 2012 rund 2,5 Millionen Passagiere auf dem Vierwaldstättersee. Das waren so viele wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Der Verkaufsertrag stieg um 4 Prozent auf 27,5 Millionen Franken, wie das Transportunternehmen am Montag mitteilte. Der konsolidierte Betriebsertrag der SGV-Gruppe betrug 61,8 Millionen Franken und der Aufwand von 53,9 Millionen Franken.

Alle Geschäftsbereiche liefen gut

Das Geschäftsjahr sei unter dem Vorzeichen 175 Jahre Dampfschifffahrt auf dem Vierwaldstättersee gestanden, heisst es in der Mitteilung weiter. «Die guten Zahlen haben wir vorallem der Aktion einer Bank mit verbilligten Schiffsbilleten zu verdanken. Das und der Umsatz in der Gastronomie haben uns die guten Zahlen beschehrt», so der Direktor der SGV, Stefan Schulthess, gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Vom gesteigerten Passagieraufkommen profitieren konnte auch die Gastronomie-Tochter Tavolago AG. Diese steigerte im siebten Jahr ihres Bestehens den Umsatz um 7,5 Prozent. Die Tochtergesellschaft eröffnete zudem im April 2012 in der Luzerner Altstadt das Hotel und Restaurant Stern.

Neuer Präsident wird gewählt

Wegen wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen rechnet die SGV fürs laufende Jahr nicht mit einem weiteren Wachstum. «Wir müssen schauen, dass wir weiter attraktiv bleiben für die Kundschaft. Deshalb planen wir ein Nachfolger für die Panoramayacht Saphir. Ab 2017 soll ein neues, modernes Schiff auf dem Vierwaldstättersee fahren», so Schulthess.

Es gelte aber auch, Rückgänge von europäischen Gästen mit Gästen aus dem asiatischen Raum kompensieren zu können. Helfen soll der SGV dabei unter anderem die Panorama-Yacht Saphir sowie ein neues grosses Motorschiff.

An der Generalversammlung Ende Mai 2013 will Verwaltungsratspräsident Josef Nigg aus Sarnen OW nach zwölf Amtsjahren zurücktreten. «Die Amtszeit als SGV-Präsident ist beschränkt. Ausserdem möchte ich meinen Posten in guten Zeiten abgeben. Mein Nachfolger wird es wegen der eher schlechten Wirtschaftslage wahrscheinlich schwerer haben als ich», so Josef Nigg, abtretender SGV-Präsident. Als Nachfolger ist der Luzerner Hans-Rudolf Schurter vorgeschlagen.