Positiver Pilotversuch Migros Luzern setzt fix auf chinesische Verkäuferinnen

Im Supermarkt können chinesische Touristen auch künftig Schoggi oder Elektronik in ihrer Muttersprache einkaufen.

Chinesische Verkäuferin berät chinesische Kunden.

Bildlegende: Shoppinghilfe Xiaoshi Bing berät Touristen bei ihren Einkäufen. SRF

Was in Luzern die Uhrenbranche oder Souveniershops schon lange kennen, ist auch für die Migros Luzern attraktiv. Asiatische Touristen werden seit November 2016 in ihrer Muttersprache bedient. Die Migros Filiale Schweizerhof zieht aus ihrem Pilotversuch positive Bilanz und setzt künftig fix auf zwei Filialmitarbeiterinnen, die Mandarin sprechen. «Die chinesischen Touristen sind sehr froh, dass ich ihnen in ihrer Landessprache bei den Einkäufen helfen kann», sagt die Shoppinghilfe Xiaoshi Bing. Wie sich das neue Touristenangebot an zentraler Lage auf den Umsatz auswirkt, das will die Migros nicht beantworten.

Andere Touristendestinationen verzichten

Der Versuch mit den beiden Shoppinghilfen sei aber auch eine Herausforderung gewesen, sagt Migros-Sprecherin Antonia Reinhard: «Die sprachlichen und kulturellen Barrieren sind nicht zu unterschätzen, wir mussten voneinander lernen.» Der Aufwand sei gross gewesen. Die Migros Luzern wird deshalb vorderhand auch die einzige Filiale bleiben, die auf chinesische Mitarbeiterinnen setzt. Andere Touristendestinationen wie Interlaken oder Zermatt würden darauf verzichten, sagt Antonia Reinhard.

Schoggi, Elektronik und Sparschäler

Die Migros Filiale Schweizerhof in Luzern liegt auf der Touristenachse zwischen Löwendenkmal, Schwanenplatz und Kapellbrücke. Die asiatische Kundschaft sei natürlich an Schweizer Schokolade interessiert, aber nicht nur: «Viele Asiaten wollen Elektronik. Bemerkenswert ist auch die Nachfrage nach dem typischen Schweizer Sparschäler», sagt Antonia Reinhard.