Milch ist plötzlich ein rares Gut in der Zentralschweiz

Nach der Milchschwemme mit tiefem Milchpreis wendet sich das Blatt. Der Milchpreis steigt, weil der Rohstoff Milch knapp ist. Der Grund sind die Wetterbedingungen. Diese beeinflussen die Futterqualität für die Kühe.

Gefüllte Milchkessel auf einem Bauernhof.

Bildlegende: Der Milchpreis steigt in der Zentralschweizer wieder an. Keystone

Die Genossenschaft der Zentralschweizer Milchproduzenten ZMP reagiert auf die Milchknappheit. Ab dem 1. Juni bezahlt der ZMP den Bauern pro Kilo Milch neu 65 Rappen. Das sind 3 Rappen mehr als jetzt.

Den Engpass führt André Bernet, Leiter der Milchvermarktung bei den ZMP, «auf die schlechten Witterungsbedingungen zurück.» Der schlechte Sommer 2012 wirkte sich auf die Futterqualität aus, welches im Winter den Kühen verfüttert wurde. Deshalb sank die Milchmenge bereits im Winter.

Konsument bezahlt höheren Milchpreis

In den vergangenen Jahren habe der Konsument von tiefen Milchpreisen profitiert. Nun würden die Milchprodukte leicht teurer. «Allerdings», sagt André Bernet, «bewegt sich dieser Aufschlag im einstelligen Rappenbereich.» Auch dieses Jahr werde schwierig. Das Futter, welches jetzt wachse, werde qualitativ sicher nicht Spitzenklasse und das wirke sich wiederum auf die Milchmenge aus.