Mit dem Klauenpfleger aus Geuensee unterwegs

Walter Muri ist noch einer der wenigen Klauenpfleger im Kanton Luzern. Seit Jahrzehnten besucht er die Kühe bei den Bauern, um ihnen die Klauen zu schneiden. An Nachwuchs fehlt es in diesem Beruf.

Täglich ist Walter Muri aus Geuensee in Sachen Schönheitspflege unterwegs. «Schönheitspflege» heisst für ihn: Er schneidet den Kühen die Klauen. Die Tiere können die von ihnen geforderte Leistung nur erbringen, wenn sie gesund sind. Und dieses Wohlbefinden hängt in besonderem Masse vom Gesundheitszustand des Bewegungsapparates und speziell der Klauen ab.

Um diese Arbeit ausführen zu können, müssen die Tiere in einem Klauenstand mit einem Bauchgurt fixiert werden. So können die Tiere nicht ausschlagen.

Dann werden die Klauen mit einem Winkelschleifer gekürzt. Schmerzen verspüren die Kühe dabei keine, es sei für sie wie für uns Fingernägel schneiden, sagt Walter Muri.

Walter Muri ist noch einer der wenigen Klauenpfleger im Kanton Luzern, da es am Nachwuchs fehle, wie er sagt. Seit Jahrzehnten pflegt er zu seinen Kunden ein freundschaftliches Verhältnis und manchmal sei er für die Bauern fast auch ein bisschen Psychologe, wenn es ihnen manchmal nicht so gut gehe.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr