«Mit einem neuen Chef kommt neues Temperament und neuer Input»

Am 1. Mai übernimmt Jérôme Martinu den Posten des Chefredaktors bei der «Neuen Luzerner Zeitung». Er tritt die Nachfolge von Thomas Bornhauser an. Über ihm amtet neu ein publizistischer Leiter aus dem NZZ-Mutterhaus. Die Kernthemen der Zeitung würden auch in Zukunft die gleichen bleiben.

Der neue Chefredaktor im Porträt

Bildlegende: Der 41-jährige Jérôme Martinu arbeitet seit Beginn seiner journalistischen Karriere bei der NLZ. SRF

«Der neue Chefredaktor zaubert keine neue Zeitung aus dem Hut», sagt NLZ-Chef Jérôme Martinu. Aber mit den neuen Chefstrukturen würden neues Temperament, neuer Input und auch neue Ansätze kommen. «Die Kernthemen wie Verkehr, Bildung oder regionale Wirtschaft bleiben zentral - weil sie für die Entwicklung der Region relevant sind», sagt Martinu.

Zusammenarbeit mit St. Gallen

Dass die «Neue Luzerner Zeitung» und das «St. Galler Tagblatt» in Zukunft enger zusammenarbeiten, war schon länger bekannt. Vorgesehen ist ein gemeinsamer überregionaler Bund. Beide Zeitungen gehören zur NZZ-Mediengruppe und erhalten mit Pascal Hollenstein einen gemeinsamen publizistischen Leiter, der hierarchisch über den Chefredaktoren steht. «Wir spüren Zürich im Tagesgeschäft nicht, wir machen unsere Zeitung für Luzern und nicht für Zürich», sagt der neue NLZ-Chefredaktor Jérôme Martinu. Man wolle in nationalen und internationalen Themen Synergien nutzen, wo sich für die Leserschaft nicht spürbar etwas ändere.

«Luzern in Zeitung tragen»

Der 41-jährige Jérôme Martinu arbeitet seit Beginn seiner journalistischen Karriere, seit 2002, bei der Luzerner Zeitung. Zuerst war er Sportredaktor, leitete später die regionalen Ressorts und war stellvertretender Chefredaktor. «Ich fühle mich in Luzern zuhause und das will ich in die Zeitung tragen», sagt Jérôme Martinu.