Mögliche Schulschliessungen: Verband prüft rechtliche Schritte

Wenn es nach der Luzerner Regierung geht, sollen die Kantons- und Berufsschulen für eine Woche schliessen. Gegen diese Sparpläne wollen sich die Mittelschullehrer zur Wehr setzen. Mit einem juristischen Gutachten rüsten sie sich für einen möglichen Gang ans Kantonsgericht.

Leere Schulzimmer mit Stühlen auf den Pulten

Bildlegende: Im Kanton Luzern sollen die Kantons- und Mittelschulen eine Woche ihre Türen schliessen. Keystone

Beim Verband Luzerner Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer VLM spricht man von einem Tabubruch. «Seit Jahren wird bei den Kantonsschulen gespart, aber eine einwöchige Schliessung ist für uns ein Schock», sagt Remo Herbst, Präsident des VLM, gegenüber SRF.

Dass ausschliesslich Lehrerinnen und Lehrer von den Sparmassnahmen des Kantons betroffen sind, sei ungerecht. Die Sparmassnahme laufe auf eine Lohnreduktion hinaus. «Und es ist eine Ungleichheit, wenn nur eine Berufsgruppe bei den Kantonsangestellten unter einer Lohnreduktion leide», so Herbst. Ein entsprechendes Gutachten, das der VLM in Auftrag gegeben hat, kommt zu diesem Schluss.

Nun werde im Verband diskutiert, wie es mit dem Gutachten weitergeht. «Es geht uns nicht darum, den Kanton vor Gericht zu ziehen, sondern wir möchten so betonen, dass dieser Sparvorschlag unvernünftig ist», sagt Remo Herbst. Der VLM wolle aufzeigen, welchen Weg der Verband gehen könnte im äussersten Fall – wenn also die einwöchige Schliessung der Berufs- und Kantonsschulen Tatsache werden könnte.