Nach 20 Jahren werden in Gurtnellen wieder Bäuerinnen ausgebildet

Im Kanton Uri ist am Dienstag nach zwanzigjähriger Schliessung die Bergheimatschule Gurtnellen offiziell wiedereröffnet worden. Bereits am Montag hatten 16 Frauen im Internat im Urner Oberland die Ausbildung zur Bäuerin in Angriff genommen.

Dorf Gurtnellen mit Kirche und Bach

Bildlegende: In Gurtnellen wurden bereits früher Bäuerinnen ausgebildet. Doch 1996 war die Schule geschlossen worden. Keystone

Der erste Kurs im Internat sei ausgebucht, teilte die Urner Staatskanzlei am Dienstag mit. Dies zeige, dass die Nachfrage nach der Ausbildung zur Bäuerin vorhanden sei. Die Kurse finden nicht wie sonst üblich in Modulform, sondern im Internatsbetrieb zwischen Januar und Mai statt und dauern jeweils 18 Wochen. Abgeschlossen werden sie mit einem Fachausweis.

Die Kurskosten liegen bei mindestens 6000 Franken. Die Bergheimatschule ist Teil des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri.

Die Nachfrage war zu klein

Die Bergheimatschule Gurtnellen war 1996 geschlossen worden, weil es immer weniger angehende Bäuerinnen gab, die sie besuchen wollten. Zudem hatten sich die Ingenbohler Schwestern aus dem Lehrbetrieb zurückgezogen.

Das Urner Kantonsparlament beauftragte im März 2014 die Regierung, die Bergheimatschule wieder zu öffnen und überwies eine entsprechende Empfehlung von Landrätin Frieda Steffen mit 36 zu 21 Stimmen. Im August 2015 hiess das Parlament zwei Kredite in der Höhe von total 273'000 Franken für einen Betrieb bis mindestens 2017 gut.