Nach giftiger Debatte: Schwyzer Staatsrechnung ist genehmigt

Der Schwyzer Kantonsrat hat sich am Mittwoch bei der Debatte über die hochdefizitäre Rechnung 2014 einen heftigen Schlagabtausch geliefert, die Rechnung dann aber mit 58 zu 25 genehmigt. Einige Vertreter der SVP haben den Abschluss mit einem Minus von 211 Millionen Franken abgelehnt.

Schwyzer Kantonsrat während der Sitzung im Ratssaal

Bildlegende: Die schlechte Finanzlage sorgte im Schwyzer Kantonsrat für eine Debatte mit erhitzten Gemütern. SRF

Die Schwyzer Staatsrechnung 2014 schliesst bei einem Aufwand von fast 1,4 Milliarden Franken mit einem Minus von 211 Millionen ab. Das ist fast 90 Millionen schlechter als budgetiert.

Beim Schlagabtausch um die desolate Finanzlage warfen SVP-Redner dem Regierungsrat vor, seine Hausaufgaben nicht gemacht zu haben. Es brauche nun echten Sparwillen.

Die linke Ratsseite machte die Allianz von SVP und FDP für die schlechte Finanzlage verantwortlich. «Nun haben wir die Quittung für die Tiefsteuerpolitik, welche die rechtsbürgerlichen Parteien seit Jahren betreiben», sagte SP-Kantonsrätin Karin Schwitter.

Die hitzige Debatte mündete letztlich auch in persönliche verbale Angriffe auf den FDP-Finanzdirektor Kaspar Michel.

In der Schlussabstimmung am Donnerstag genehmigte das Parlament die Rechnung schliesslich mit 58 zu 25 Stimmen.