Neue Sparvorschläge gegen Luzerner Schulpersonal

Die Luzerner Mittelschulen sollen 2016 nochmals günstiger werden: Tiefere Löhne, höhere Pensen, günstigere Schulverwaltungen. Das zeigen Recherchen des Regionaljournals Zentralschweiz. Der Verband der Luzerner Mittelschullehrer ist alarmiert.

Jugendliche mit Transparenten an einer Demo gegen Abbaupläne in der Bildung.

Bildlegende: Bereits im Budget 2015 war die Bildung von Sparmassnahmen betroffen, was Proteste auslöste. zvg

Offiziell hat die Luzerner Regierung ihre Sparvorschläge für das nächste Jahr noch nicht vorgestellt. Das will sie am 22. Oktober tun. Dennoch sind in den letzten Tagen einige Sparideen durchgesickert.

So berichtete die «Neue Luzerner Zeitung», dass an den Mittelschulen das Schulgeld um 300 Franken erhöht werden solle. Ausserdem: Kantons- und Berufsschüler sollen eine Woche mehr Ferien bekommen und die renommierte Grafikerschule soll geschlossen werden.

Weitere Massnahmen beim Personal

Laut Recherchen des Regionaljournals Zentralschweiz von Radio SRF plant die Luzerner Regierung noch weitaus einschneidendere Massnahmen:

  • die Lohnsumme an den Schulen um ein Prozent verkleinern
  • die Pensen der Lehrerinnen und Lehrer erhöhen. Mehr Arbeit, gleicher Lohn
  • den Aufwand der Schulverwaltungen (Sekretariate usw.) um fünf Prozent senken

Remo Herbst, der Präsident des Luzerner Mittelschullehrerverbandes, bestätigt die Recherchen des Regionaljournals. Und er findet klare Worte: «Ein Abbau bei den Schulverwaltungen wäre inakzeptabel. Dadurch würden noch mehr Aufgaben auf die Lehrpersonen und Schüler abgewälzt.» Laut Herbst würde eine Pensenerhöhung Luzern «unattraktiver» machen für Lehrpersonen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr