Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Neuer Fusionsanlauf am Luzerner Santenberg

Die beiden Luzerner Gemeinden Wauwil und Egolzwil wollen fusionieren. Bei einer Umfrage sprachen sich diesen Frühling 84 Prozent der Bevölkerung für eine Fusion aus. Eine Fusionsabstimmung beider Gemeinden war 2006 noch am Veto von Egolzwil gescheitert.

Luftbild von Wauwil und Egolzwil
Legende: Wauwil und Egolzwil wollen als eine Gemeinde in die Zukunft. zvg

Die Gemeinderäte von Egolzwil und Wauwil haben sich zum Ziel gesetzt, am 29. November 2015 über die Fusion der beiden Gemeinden abstimmen zu lassen. Sie haben einem externen Projektleiter grünes Licht gegeben und die umfassende Prüfung der Fusion gestartet.

Deutliches Ja bei einer Umfrage

In einer Bevölkerungsumfrage in den Luzerner Gemeinden Wauwil und Egolzwil hatten sich im Frühling 2014 insgesamt 84 Prozent der Teilnehmer für die Wiederaufnahme von Fusionsverhandlungen ausgesprochen. 2006 war eine Fusion am Veto von Egolzwil gescheitert. Sie wünschten auch, dass das Projekt noch in diesem Jahr angepackt würde.

Diesen Meinungsumschwung erklärt sich Gemeindepräsident Urs Hodel mit dem Faktor Zeit und mit den positiven Erfahrungen in der laufenden Schulzusammenarbeit. Dieses bereits angelaufene Projekt für die Zusammenführung der Schulen werde als Teilprojekt in das Gesamtprojekt integriert.

Von der Fusion erhoffen sich die beiden Gemeinden Synergien in der Verwaltung aber auch Impulse für das Dorfleben. «Es gab in den letzten Jahren Schliessungen von Geschäften und Banken, dem wollen wir zusammen als eine Gemeinde entgegenwirken», sagte Jakob Lütolf, Gemeindepräsident von Wauwil gegenüber Radio SRF.

Ziel ist es, die Abstimmung zur Fusion am 29. November 2015 durchzuführen. Läuft alles nach Plan, würde der Zusammenschluss per 1. Januar 2017 erfolgen. Das Fusionsprojekt wird vom Kanton Luzern fachlich und auch finanziell unterstützt. Eine erste öffentliche Informationsveranstaltung ist am 3. November 2014 geplant.

1 Kommentar

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard, CH - 6062 Wilen ( Sarnen )
    Dieser Fusionitiswelle in der Schweiz sollte ab sofort einhalt geboten werden. Auf diese Weise wird der einzelne Bürger je länger je mehr in seinen persönlichen Rechten gegenüber dem Staat ( der Regierung ) entmachtet. Die Wege für seine Belange in allen möglichen Situationen werden immer länger und aufwendiger es herrsche der Egoismuss und Gigantismuss, auf den Schultern der einzelnen Bürger mann wickelt den Bürger über die Kosten ein und entzieht ihm somit die Luft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen