Neuer «Tunnel light» beim Zentralbahn-Nadelöhr in Hergiswil

Jetzt ist klar, welches Projekt für den Doppelspurausbau in Hergiswil weiter vorangetrieben werden soll - ein kurzer Tunnel soll es sein. Zwischen «Schlüssel» und «Matt» sollen die Züge weiterhin oberirdisch fahren. Nach der Haltestelle Matt sollen sie dann im Tunnel verschwinden.

Zug der Zentralbahn bei der Haltestelle Matt in Hergiswil.

Bildlegende: In einer ersten Etappe könnte der oberirdische Teil der neuen Strecke bereits gebaut werden. Keystone

Hergiswil hätte die Zentralbahn am liebsten auf dem ganzen Gemeindegebiet doppelspurig unter dem Boden gehabt. Hier wäre aber die Kosten-Nutzenrechnung nicht aufgegangen, wie die Verantwortlichen von Zentralbahn, Kanton und Gemeinde vor den Medien erklärten. Nach einer vertieften Analyse wird nun die Variante «Tunnel kurz» favorisiert. Dieser Kompromiss könnte die Lösung eines jahrelangen Streits bedeuten.

Linienführung erneut angepasst

Beim offenen Streckenabschnitt sollen die Gleise auf dem gleichen Niveau verlegt werden, wie in der aktuellen Situation. Beim ursprünglichen Projekt wären die Gleise bis zu 1,5 Meter über dem Terrain verlegt worden.

«Da für den offenen Streckenabschnitt das Geld gesprochen ist, könnte dieser schon in den nächsten Jahren gebaut werden», sagte der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki. Der Tunnel wird frühestens mit dem nächsten Bahninfrastruktur-Paket des Bundes bis 2030 realisiert. Insgesamt würde die neue Variante des Doppelspurausbaus in Hergiswil rund 270 Millionen Franken kosten.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 6:32 Uhr)