Nidwalden plant Container-Unterkünfte für Asylsuchende

Der Kanton Nidwalden rechnet damit, dass er in den kommenden Monaten weitere Asylsuchende unterbringen muss. Er plant den Bau einer Containersiedlung. Wo, ist noch nicht bekannt.

Ein Mann in einer Aslyunterkunft

Bildlegende: Nidwalden rechnet mit weiteren Asylbewerbern. Zur Zeit leben rund 220 Leute in 88 Wohnungen (Symbolbild). Keystone

Der Kanton Nidwalden bereitet sich auf die Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge im kommenden Sommer vor. Er plant dazu den Bau einer Containersiedlung für 80 Bewohner. Der Auftrag für die Lieferung und Montage der Containergebäude ist öffentlich ausgeschrieben. Die zuständige Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden bestätigt entsprechende Informationen in der «Neuen Nidwaldner Zeitung».

Standort «in Abklärung»

Wo die Containersiedlung für Asylsuchende zu stehen kommen soll, da gibt sich die Regierung noch bedeckt. «Die Regierung ist in Abklärungen, es gibt verschiedene Massnahmen die getroffen werden müssen, deshalb können wir noch nicht mehr zum möglichen Standort sagen», erklärt Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden gegenüber Radio SRF.

Ab Herbst 16

In Nidwalden werden Asylsuchende und Flüchtlinge in einem Asylzentrum, in zugemieteten Wohnungen und Zimmern untergebracht. Die geplante Containersiedlung sei noch nicht definitiv, aber man wolle bereit sein, wenn die Zahl der Asylsuchenden weiter steige. «Grundsätzlich wäre es möglich, dass die Containerunterkunft ab Herbst 16 in Betrieb ist», sagt von Deschwanden.

«Eher Container als Wohnungen»

Die Regierung bevorzuge die Containerlösung gegenüber der Unterbringung in vielen verschiedenen Wohnungen. «Wir sind der Meinung, dass Asylsuchende eher in Gruppenunterkünfte gehören als mit Kollegen in Wohnungen», sagt Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden.