Nidwalden rechnet für 2016 mit einem Defizit

Der Nidwaldner Regierungsrat budgetiert für 2016 ein Minus. Dieses beträgt 2,6 Millionen Franken. Wenn Nidwalden nicht Reserven anzapfen könnte, sähe das Ergebnis noch viel düsterer aus. Zudem rechnet die Regierung künftig mit deutlich höheren NFA-Zahlungen.

Die Lage um die Nidwaldner Finanzen bereitet dem Finanzdirektor Alfred Bossard Sorgen.

Bildlegende: Die Lage um die Nidwaldner Finanzen bereitet dem Finanzdirektor Alfred Bossard Sorgen. Keystone

Eigentlich weist das operative Ergebnis ein Minus von 19,1 Millionen Franken aus. Durch die Entnahme von Vorfinanzierungen von 11,5 Millionen Franken und Reserven von 5 Millionen Franken könne das Gesamtergebnis aber auf ein Minus von 2,6 Millionen Franken verbessert werden, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Nidwalden geht davon aus, dass die Zahlungen in den Nationalen Finanzausgleich (NFA) 2016 um 9,8 auf 30,5 Millionen Franken ansteigen werden.

Nicht rütteln will der Regierungsrat am Steuerfuss. Diesen will er bei 2,66 Einheiten belassen. Dies, obschon er bei der Präsentation des Budgets 2015 angekündigt hatte, eine Anpassung des Steuerfusses müsse «spätestens mit dem Budget 2016 diskutiert werden».

Die Regierung betont, dass trotz der vom Landrat beschlossenen Sparmassnahmen die Vorgabe eines ausgeglichenen Staatshaushalts in den nächsten Jahren nicht erreicht werden könne.