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Nidwaldner Steuerzahler Nur noch Formular statt Steuererklärung für Rentner?

Für Rentnerinnen und Rentner und IV-Bezüger ohne Erwerbseinkommen, Vermögen oder Liegenschaften soll das Ausfüllen einer Steuererklärung wegfallen. Stattdessen sollen sie ein Formular unterschreiben müssen. Dies verlangt eine Motion aus dem Landrat. Die Pro Senectute unterstützt diese Erleichterung.

Rentner auf einer Bank
Legende: Das jährliche Ausfüllen der Steuererklärung soll in Nidwalden nicht mehr für alle Rentner obligatorisch sein. Keystone

Laut dem Nidwaldner Steuergesetz ist das jährliche Ausfüllen einer Steuererklärung eigentlich Pflicht. Mit einer Motion will die Nidwaldner CVP-Landrätin Therese Rotzer diese Pflicht für AHV- und IV-Bezüger, die über kein Erwerbseinkommen und kein grosses Vermögen verfügen, aufheben.

Statt eine Steuererklärung auszufüllen sollen diese nur noch mit einer Unterschrift auf einem Formular bezeugen müssen, dass sich ihre finanzielle Situation im Verlauf der Steuerperiode nicht verändert habe.

Mühe mit der Steuererklärung

Sie sei immer wieder von älteren Leuten angesprochen worden, dass ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung zunehmend Mühe bereite oder dass sie dafür Treuhänder bezahlen müssten. «Einfach ein Formular ausfüllen ist effizienter für die Leute und die Behörde», sagt Therese Rotzer.

Bei Pro Senectute unterstütze man grundsätzlich alles, was das Leben für die ältere Generation einfacher mache, sagt Ruedi Fahrni, Geschäftsleiter der Pro Senectute Luzern.

«Es gibt aber sehr viele ältere Personen, die wegen Krankheit oder einem Heimeintritt Veränderungen haben bei ihrem Vermögen. Für diese ist es wichtig, dass sie jährlich eine Steuererklärung ausfüllen können.» Für diejenigen, welche jedes Jahr dieselben Zahlen einfüllen, sei die Vereinfachung mit einem Formular aber sinnvoll.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    In 30-40 Jahren gibt es viel mehr Rentner(innen), die auf diesem Wege (nur noch ein Formular ausfüllen) besteuert werden. Immer weniger Liegenschaftsbesitzer oder Sparer, die versteuerbares Einkommen durch Wohneigentum und Ersparnisse deklarieren müssen, werden zudem zu erheblichen Problemen in den Gemeinden und Kantonen (soziale Wohlfahrt)! Die heutige Konsumgesellschaft (und spätere Altersheim-Klientel) bezahlen bald nichts mehr selber, sondern für alles muss die "Allgemeinheit" aufkommen!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Dass zu diesem ernsthaften Zukunfts-Thema keine weiteren Kommentare geschrieben werden, spricht "Bände": Es zeigt die Sorglosigkeit in der heutigen Konsum- und Spassgesellschaft! Der Slogan, "wir leben jetzt und nachher ist nicht wichtig", könnte in einigen Jahren ein "böses Erwachen" auslösen!
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