Obwaldner Regierung regelt den Ausbau der Sarneraa in Alpnach

Von der Verbesserung des Hochwasserschutzes am Sarnersee ist auch Alpnach betroffen. Dort muss die Sarneraa so ausgebaut werden, dass der neue Hochwasser-Entlastungsstollen keine zusätzliche Überschwemmungs-Gefahr produziert. Die Obwaldner Regierung will die beiden Projekte optimal koordinieren.

Plan des Hochwasser-Entlastungsstollens an der Sarneraa.

Bildlegende: Der Bau des Hochwasser-Entlastungsstollens (rot) hat auch Auswirkungen in der Gemeinde Alpnach. zvg

Der Bau des Hochwasser-Entlastungsstollens beeinflusst die Wasserführung entlang der gesamten Sarneraa. Betroffen ist auch Alpnach. Damit der Stollen zwischen dem Sarnersee und der Sarneraa unterhalb des Wichelsees dereinst richtig wirkt, muss die Sarneraa auch unterhalb des Wichelsees ausgebaut werden.

Diese Wasserbauarbeiten sollen zeitlich und organisatorisch gut koordiniert werden. Deshalb legt die Obwaldner Regierung ein Gesetz vor, das die Zuständigkeiten, die Kosten und den Unterhalt des Projektes regelt.

Demnach soll der Kanton die Planung und Umsetzung der Wasserbaumassnahmen übernehmen. Die Einwohnergemeinde Alpnach wird in die Projektleitung und die Steuergruppe eingebunden. Die Regierung schlägt vor, dass der Kanton 60 Prozent der Kosten übernimmt, die Gemeinde 40 Prozent. Wie hoch die Kosten sein werden, will der zuständige Regierungsrat Paul Federer nicht sagen: «Schätzungsweise könnten die Kosten allerdings im Bereich um 15 Millionen Franken liegen.» Im April und Mai geht das Gesetz nun zur Beratung in den Kantonsrat.