Papieri als Ort für Anwälte, Autofreaks und Kulturschaffende

Am 15. April 2015 geht in Cham eine Ära zu Ende. Bei der Cham Paper wird die letzte Maschine abgeschaltet. Das Fabrikareal soll in den nächsten Jahren überbaut werden. Bis zur Realisation können die Büros und Hallen gemietet werden. Zwischennutzer sind Gewerbler, Dienstleister und Kulturschaffende.

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Papierproduktion in Cham eingestellt

4:33 min, aus Schweiz aktuell vom 13.4.2015

Die Papieri in Cham beschäftigte einst über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis Ende Jahr werden es noch gut 20 sein. Das 12 Hektaren grosse Areal soll überbaut werden. «Es entsteht ein neuer Stadtteil von Cham», sagt Gemeindepräsident Georges Helfenstein, und das sei zukunftsweisend, da Cham wenig Bauzonen habe. «Das Areal ist zum Wohnen und Arbeiten prädestiniert», ist Gemeindepräsident Helfenstein überzeugt. Im kommenden Jahr sei der Masterplan bereit für die Urne, so dass die Chamer Bevölkerung mitreden könne.

Vielfältige Zwischennutzung

Das Areal der Cham Paper Group (CPH) wird frühestens ab 2017 in Etappen überbaut. Die gesamte Realisation dauere 10 bis 15 Jahre. Bis dahin vermietet die Cham Paper Group die Hallen und Büros an Gewerbler, Dienstleister und Kulturschaffende. «Wir haben aktuell über 100 Mietverträge mit sogenannten Zwischennutzern», sagt Andreas Friederich, Leiter Immobilien CPH. Die Nutzung ist sehr vielfältig. «Wir haben Rechtsanwälte, Gipser, Autohändler oder sogar die Polizei, die bei uns eingemietet sind.»

Am kommenden Wochenende startet mit der Chamer Biennale eine erste grosse öffentliche Verstanstaltung auf dem Gelände. Unter anderem im Kesselhaus der Papieri stellen einheimische Künstler ihre Werke aus.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr