Polizei untersagt Gedenkmarsch und Gegendemonstration in Sempach

Die Luzerner Polizei will am Samstag in Sempach weder die Antifa-Kundgebung gegen Faschismus noch den angekündigten Gedenkmarsch von Rechtsextremen dulden. Sie befürchtet, dass es zu Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen kommen könnte.

Aufmarsch von Rechtsextremen bei der Gedenkfeier zur Schlacht bei Sempach.

Bildlegende: Schon im Jahr 2009 marschierten die Rechtsextremen an der Gedenkfeier auf dem Festgelände auf. Keystone

Ursprünglich hatten Rechtsextreme im Internet zu einem Gedenkmarsch aufgerufen. Sie wollten sich ausserhalb der offiziellen Gedenkfeier zur Schlacht bei Sempach auf dem Schlachtgelände treffen, einen Kranz niederlegen und Reden veranstalten.

Daraufhin rief die Antifaschistische Aktion Zentralschweiz zu einer Gegendemonstration auf. Die linke Bewegung reichte ein Gesuch für eine Kundgebung von mehreren hundert Personen ein.

Am Donnerstag gab die Polizei bekannt, dass aufgrund dieser Situation - ähnlich wie 2009 - gewalttätige Konfrontationen mit Personen- und Sachschäden zu befürchten seien. Deshalb haben die Verantwortlichen entschieden, den geplanten Anlass der rechten Gruppierungen zu untersagen und der angekündigten Gegendemonstration der linken Veranstalter keine Bewilligung zu erteilen.

Mit dem Entscheid entspreche die Luzerner Polizei auch den Wünschen der Stadt Sempach sowie der Gemeinde Neuenkirch.