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Zentralschweiz Prix SVC: Leister kopiert sich selbst - als Schutz vor Nachahmern

Leister setzt auf High-Tech-Produkte. Sie baut Geräte, die Kunststoffe verschweissen, aber auch Mikrolinsen und Gassensoren. Der Konkurrenzdruck in der Branche ist gross, weshalb das Unternehmen unkonventionelle Wege geht. Leister ist als eines von sechs Unternehmen für den «Prix SVC» nominiert.

Christiane Leister.
Legende: Christiane Leister erwirtschaftet 98 Prozent des Umsatzes im Ausland. zvg

Begonnen hat Leister als Einzelfirma, die eine Art Heissluftfön produzierte, um Kunststoff verschweissen zu können. Mittlerweile ist Leister zu einem kleinen Konzern mit 12 Unternehmen und Sitz in Kägiswil herangewachsen und setzt voll auf High-Tech.

98 Prozent der Produkte exportiert die Obwaldner Gruppe ins Ausland. Insbesondere im wichtigen Markt Asien ist sie einem starken Konkurrenzdruck mit Billig-Kopien ausgesetzt. Inhaberin und Chefin Christiane Leister nimmt es sportlich: «Wenn Sie ein gutes Gerät herstellen, werden Sie kopiert. Wenn Sie nicht kopiert werden, müssen Sie sich Gedanken machen, ob Sie noch up-to-date sind.»

Um dieser Konkurrenz zu begegnen, produziert Leister unter anderem Namen eine Billig-Linie der eigenen Geräte. Die Rechnung gehe auf. Die eigenen chinesischen Kopien würden eine andere Klientel ansprechen als die Originalgeräte.

Auswahl aus 80 Dossiers

Der Swiss Venture Club SVC Zentralschweiz ist ein privater Verein, welcher kleinere und mittlere Unternehmen KMU fördern will. Alle zwei Jahre nominiert er aus rund 80 Dossiers sechs Finalisten und zeichnet einen von ihnen mit dem «Prix SVC» aus.

Prix SVC Zentralschweiz 2014

Der Unternehmerpreis wird am 14. Mai im KKL Luzern übergeben. Nominiert sind die Luzerner Confiserie Bachmann, das Chiffrier-Unternehmen Crypto in Steinhausen, die Willisauer Distillerie Diwisa, die Leister-Gruppe in Kägiswil, die Steuerungs-Spezialistin Sisag in Altdorf und die Badewannen-Bauer Wilhelm Schmidlin AG.