«Probleme werden nicht gelöst, sondern unter den Boden verlegt»

Die Partei Alternative - die Grünen sagt zum Zuger Stadttunnel Nein. Sie hat als erste Partei die Parole zum 890 Millionen Franken-Projekt gefasst. Die Volksabstimmung ist im Juni. Mit 31 zu 4 Stimmen wird dem Stadttunnel der Kampf angesagt; wegen ungenügender Wirkung und zu hoher Kosten.

Der Postplatz mit wenig Autos, Fussgängern und Bäumen.

Bildlegende: Die Alternativen - die Grünen wollen andere Wege finden, um die Stadt Zug vom Verkehr zu entlasten. zvg

Für die Alternativen - die Grünen ist klar: Der Preis von rund 900 Millionen Franken ist zu hoch und die Wirkung des Entlastungstunnels für die Zuger Innenstadt zu gering. Zudem sei es paradox, wenn der Kanton Zug 100 Millionen Franken spare und gleichzeitig ein solch gigantisches Projekt anpacke. Die Verkehrsprobleme des Kantons würden nicht gelöst, sondern nur unter den Boden verlegt, hiess es an der Parteiversammlung am Mittwochabend in Zug.

Die Alternative - die Grünen hat als erste Partei Position bezogen und mit 31 zu 4 Stimmen bei 5 Enthaltungen die Nein-Parole beschlossen.

Unterstützt wird die Partei unter anderem von ihrem ehemaligen Regierungsrat Patrick Cotti, der sich in einem Komitee gegen den Tunnel wehrt. Die Abstimmung über das 890 Millionen-Projekt ist im Juni.

Partei steht zu Jolanda Spiess

Neben der Parolenfassung hatte die Partei ihre Jahresversammlung. Die Affäre rund um ihre Co-Präsidentin Jolanda Spiess-Hegglin wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert.

Es seien aber keine Entscheidungen vorgesehen gewesen. «Ich habe das Gefühl, dass die Partei zu Jolanda Spiess steht», sagt Co-Präsidentin Barbara Beck nach der Versammlung gegenüber Radio SRF.