Reussbühl wehrt sich gegen Abwanderung

Im Luzerner Stadtteil Reussbühl sollen innert kurzer Zeit Behördenschalter, die letzte Bank und die Bibliothek verschwinden. Die Bevölkerung wehrt sich dagegen.

Die Raiffeisenfiliale und der Schalter der Stadt Luzern gehen zu, weil die Nachfrage zu klein sei und die Bibliothek soll geschlossen werden, weil die Stadt Luzern sparen muss.

Die Bevölkerung von Reussbühl sei darüber nicht aus erster Hand informiert worden, sagt der SVP-Stadtparlamentarier Peter With: «Die Leute wurden vor vollendete Tatsachen gestellt und nicht miteinbezogen, das stört mich sehr.» Auch der Präsident des Quartiervereins Reussbühl ist dieser Ansicht.

Trotz 1300 Unterschriften für den Erhalt der Bibliothek und hängigen Vorstössen im Stadtparlament, habe der Stadtrat nie das Gespräch mit dem Quartierverein aufgenommen, sagt Fabrizio Laneve. «Wir sind über das Vorgehen der Stadt irritiert. Innert kürzester Zeit wurden wir dreimal übergangen», der Quartierverein sei enttäuscht über die Kommunikation des Stadtrates.

Der Stadtpräsident weist diese Kritik zurück: «Wir haben immer transparent und offen kommuniziert, dass im Sparpaket auch die Schliessung der Bibliothek in Reussbühl enthalten ist», sagt Stefan Roth gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.