Rochaden in der Zuger Regierung möglich

Der neu gewählte Zuger Regierungsrat Martin Pfister (CVP) dürfte kaum die freigewordene Schlüsseldirektion Finanzen übernehmen. Die bisherigen Regierungsräte haben bei der Direktionsverteilung Vorrang. Entscheide fallen an der nächsten Regierungssitzung vom Dienstag.

Martin Pfister

Bildlegende: Martin Pfister wechselt vom Kantonsrat in die Regierung. SRF

Die Zuger CVP hat erwartungsgemäss den Sitz des in den Ständerat gewählten Finanzdirektors Peter Hegglin verteidigt. Parteipräsident Martin Pfister erreichte bei der Regierungsrats-Ersatzwahl am Sonntag das absolute Mehr komfortabel. Der SP gelang es nicht, den 2006 verlorenen Sitz zurückzuerobern.

Absolutes Mehr komfortabel geschafft

CVP-Parteipräsidenten Martin Pfister erzielte mit 17'844 Stimmen als einziger Kandidat das absolute Mehr. Dieses lag bei 13'966 Stimmen. Der Baarer Sekundarlehrer und SP-Kantonsrat Zari Dzaferi erreichte 8'540 Stimmen. Weit abgeschlagen an dritter Stelle platzierte sich der Kandidat der Piratenpartei Stefan Thöni (1'547 Stimmen).

Der 52-jährige Pfister ist langjähriger Kantonsrat, Präsident der CVP Kanton Zug und Mitglied des schweizerischen CVP-Vorstands. Die Stimmbeteiligung lag bei 38,5 Prozent.

Regierungszusammensetzung bleibt gleich

Mit der Wahl von Pfister bleibt der Zuger Regierungsrat in seiner parteipolitischen Zusammensetzung unverändert. Neben je zwei Männern von CVP, FDP und SVP ist eine Frau der Alternativen/die Grünen (ALG) in der Regierung vertreten.

Nachfolge für Peter Hegglin

Der über die Kantonsgrenze hinaus bekannte Peter Hegglin war im vergangenen Oktober mit einem Glanzresultat in den Ständerat gewählt worden. Der Zuger Finanzdirektor ersetzt dort seinen Parteikollegen Peter Bieri, der nach 21 Jahren in der kleinen Kammer nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Direktionsverteilung noch offen

Welche Direktion der frisch gewählte Martin Pfister übernimmt, ist offen. Der Gesamtregierungsrat entscheidet dies kommende Woche. Dabei kann der neu gewählte Martin Pfister als Letzter wählen und muss die Direktion nehmen, die übrig bleibt. Es könnte dabei durchaus zu Rochaden kommen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass dem frisch gewählten Martin Pfister die wichtige Finanzdirektion gegeben wird.