Sackgebühr: Nidwaldner Regierung lässt Kehrichtverband Zeit

Die Nidwaldner Regierung will noch nicht intervenieren, sondern dem Kehrichtverband bis im Herbst Zeit geben, sich auf ein neues Reglement zu einigen. Dies hat er am Dienstag beschlossen. Ein verursachergerechtes Abfallentsorgungssystem muss in Nidwalden bis Anfang 2014 eingeführt werden.

Schwarze Abfallsäcke in einem Container.

Bildlegende: Solche Abfallsäcke soll es in Nidwalden ab 2014 nicht mehr geben. Keystone

Im Herbst trifft sich der Kehrichtverwertungsverband Nidwalden zu einer ausserordentlichen Versammlung und diskutiert noch einmal über die Einführung der Sackgebühren. Falls dann kein neues Reglement zustande komme, wolle die Regierung etwas unternehmen. Dies hat sie am Dienstag beschlossen.

«Wir wollen den Gemeinden noch etwas Zeit geben, das Problem selber zu lösen», sagt der Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig. Es müsse etwas gehen, aber in die Autonomie der Gemeinde wolle die Regierung erst im äussersten Notfall eingreifen.

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Streit um Abfallsackgebühr

3:51 min, aus 10vor10 vom 9.7.2013