Salle Modulable: Prozess-Parteien bezogen Position

Vor dem Gericht auf den Bermudas legten beide Seiten in der ersten Prozesswoche dar, warum sie Anspruch auf 114 Millionen Franken haben. Als erster Zeuge wurde Hubert Achermann, Präsident des Lucerne Festivals, verhört.

Visualisierung des Modells Salle modulable.

Bildlegende: So hätte die Salle modulable in Luzern aussehen können - um das Geld dafür wird vor Gericht gestritten. Keystone

Der Prozess vor dem Supreme Court in Hamilton, der Hauptstadt der Bermudas, hatte am Dienstag begonnen. An den zwei ersten Prozesstagen legten die Anwälte der Stiftung Salle Modulable und des Butterfield Trust Bermuda (BTB) ihre Sicht der Dinge dar. Der Prozess ist auf sechs Wochen angelegt.

Achermann als erster Zeuge verhört

Die Stiftung Salle-Modulable sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, die Stiftung habe zum Prozessauftakt vor dem Gericht die Position vertreten, der Wille des Stifters sei klar gewesen. Die Gegenseite dagegen habe die Ansicht vertreten, dass es keine verbindliche Zusage gegeben habe.

Hubert Achermann, Präsident von Lucerne Festival, war der erste Zeuge, der ins Kreuzverhör genommen worden ist. Am Montag wird der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann vor dem Einzelrichter des Supreme Court aussagen müssen.

Opernhaus der Extraklasse für Luzern

Die Salle Modulable ist ein Opernhaus der Extraklasse, das in Luzern hätte gebaut werden sollen. Der inzwischen verstorbene Milliardär Christof Engelhorn soll dafür 120 Millionen Franken zugesichert haben. Davon flossen 6 Millionen Franken nach Luzern. Dann zog der BTB, der das Geld verwaltete, sich vom Vorhaben zurück.