SBB will Qualität auf der Gotthardstrecke steigern

Die SBB ist nicht zufrieden mit der aktuellen Situation auf der Gotthardlinie. An einer Medienorientierung wurden verschiedene Massnahmen vorgestellt, mit denen der Ärger für die Reisenden reduziert werden soll.

Die nächsten zwei Jahre will die SBB zusätzliche 12,9 Millionen Franken investieren, damit die Neigezüge auf der Gotthardstrecke pünktlicher fahren. Mit dem Geld sollen die pannenanfälligen Neigezüge des Typs ETR 610 verbessert werden. Die Pünktlichkeit auf der Gotthardachse sei mit 82 Prozent rund 7 Prozent unter dem gesamtschweizerisch angestrebten Wert, teilte die SBB am Dienstag in Goldau mit. Für den Gotthard liege der Zielwert bei 85 Prozent. Pünktlich seien Züge mit maximal 3 Minuten Verspätung.

Die Leiterin des Personenverkehrs, Jeannine Pilloud, sagte, die SBB sei sich bewusst, dass diese Verspätungen am Gotthard für Kunden und Personal mühsam seien. Beim Neigezug funktionierten vor allem der Neigemodus und der Antrieb ungenügend, sagte Pilloud. Ein weiteres Problem sei, dass viele Züge mit Verspätung aus Italien die Schweiz erreichten. Eine internationale Arbeitsgruppe soll Massnahmen erarbeiten, mit welchen diese Verspätungen reduziert werden können.