Schulaufsicht entdeckt Mängel bei Stundenplänen

Der Kanton Zug hat alle Stundenpläne der gemeindlichen und privaten Schulen überprüft. Das Resulat: Jeder zehnte Stundenplan weicht von den Vorgaben ab. An drei Kindergärten sind die wöchentlichen Pflichtpensen um bis zu 90 Minuten unterschritten worden. Der Kanton verlangt nun Korrekturmassnahmen.

Ein Mädchen malt auf ein Papier

Bildlegende: In mehreren Kindergärten wurde die vorgegebene Unterrichtszeit unterschritten. Keystone

Im Kanton Zug weicht jeder zehnte Stundenplan von der vom Bildungsrat erlassenen Stundentafel ab. Dies hat die Überprüfung von 169 Stundenplänen von öffentlichen und privaten Schulen ergeben. Die Schulaufsicht kontrollierte insgesamt 110 Stundenpläne der gemeindlichen Schulen. In vier Gemeinden gab es «wesentliche Abweichungen» von den bildungsrätlichen Vorgaben. An einzelnen Schulen wurden deutliche Unterschreitungen des Pflichtpensums von 25 bis 90 Minuten, fehlende «individuelle Förderung», nicht eingehaltene Blockzeiten oder falsche Fächerdotationen festgestellt.

An den Privatschulen wurden die vorgegebenen Pflichtpensen kaum unterschritten. Im Gegenteil: Die Überprüfung zeigte auf, dass viele Privatschulen «ein deutlich höheres Pflichtpensum für ihre Schülerinnen und Schüler festlegen als die öffentlichen Schulen».