Schulstart: Nidwaldner Gemeinden sollen das Modell selber wählen

Die Nidwaldner Gemeinden sollen für den Schuleintritt zwischen drei verschiedenen Modellen wählen können. Der Landrat hat am Mittwoch eine entsprechende Motion mit 32 zu 20 Stimmen gutgeheissen. Die Regierung wollte nur den Kindergarten zulassen.

Kindergärtler essen Znüni

Bildlegende: Ob Basisstufe oder Kindergarten - das gesunde Znüni gehört dazu. Keystone

Die CVP-Landrätin Monika Lüthi-Wyss verlangte in ihrer Motion, dass neben dem Kindergarten auch die Grundstufe und die Basisstufe gesetzlich zugelassen werden. Die Gemeindeschulen würden diese Wahlfreiheit wollen und brauchen, erklärte sie.

Unterstützt wurde Lüthi von der CVP, FDP und den Grünen. «Wer zahlt, befiehlt, wer zahlt, übernimmt Verantwortung», sagte Josef Niederberger (CVP). Die Gemeinden sollten ihre Handlungsfreiheit behalten können. Alle drei Modelle hätten im Kanton Platz. Klaus Waser (FDP) wies darauf hin, dass eine Gemeinde wegen den Klassengrössen oder den finanziellen Möglichkeiten das eine oder andere Modell vorziehen könnte.

Gemeindeversammlungen entscheiden abschliessend

Das letzte Wort bei der Modellwahl werde der Stimmbürger an der Gemeindeversammlung haben. Ganz anderer Ansicht war der Regierungsrat. Er wollte, dass im ganzen Kanton die Kinder via Kindergarten ihre Schulkarriere starten. Bildungsdirektor Res Schmid begründete dies damit, dass der traditionelle Kindergarten sich bewährt habe und dass es eine gewisse Einheitlichkeit brauche.

Die Motion destabilisiere das Schulwesen und mache es komplizierter. Unterstützt wurde die Regierung nur von der SVP. Peter Wyss (SVP) begründete dies mit dem Nein der Stimmberechtigten zum Schulkonkordat HarmoS. Die Motion sei respektlos. Auf den Köpfen der Volksschüler dürfe keine Reformflut losgetreten werden.

Bei der Grundstufe wird der Kindergarten mit der ersten Klasse in eine Stufe zusammengelegt. Bei der Basisstufe verschmelzen die erste und zweite Klasse mit dem Kindergarten.