Schwyzer Regierung ist gegen einen Planungsstopp am Axen

Die Schwyzer Regierung sieht keinen Grund, das Projekt für eine neue Axenstrasse zu stoppen. Dies schreibt sie den Schwyzer Nationalräten Andy Tschümperlin (SP) und Pirmin Schwander (SVP), die einen Planungsstopp fordern - eine entsprechende Initiative wird nächste Woche eingereicht.

Die kurvige Axenstrasse mit Blick auf den Vierwaldstättersee

Bildlegende: Geht es nach der Schwyzer Regierung, dann soll es bis 2025 eine neue Axenstrasse geben. Keystone

Weder aus rechtlicher noch aus finanzieller Sicht mache ein Planungsstopp am Axen Sinn, findet die Schwyzer Regierung. Seit den 80er-Jahren werde nach einer sinnvollen Tunnellösung am Axen gesucht. Und mit dem aufgelegten Projekt liege diese nun vor. «Nun kümmern wir uns bis Ende Jahr um die rund 50 hängigen Einsprachen und hoffen, dass wir nächstes Jahr die Baubewilligung erhalten», sagt der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth.

Ab 2017 soll zwischen Ingenbohl (SZ) und Sisikon (UR) eine neue, knapp acht Kilometer lange Strasse gebaut werden. Das Projekt sieht zwei neue Tunnels und dazwischen einen kurzen offenen Hangabschnitt vor. Die Eröffnung ist für 2025 vorgesehen. Die Kosten für die neue Strasse und die Tunnels werden auf 980 Millionen Franken geschätzt. Dazu kommt die Sanierung der bestehenden Strasse für weitere 240 Millionen Franken.

2000 Unterschriften dagegen gesammelt

Die beiden Schwyzer Nationalräte Andy Tschümperlin und Pirmin Schwander verlangten bereits beim Bundesrat mit einer Motion einen Planungsstopp - der Bundesrat empfiehlt diese aber zur Ablehnung. Nun haben die beiden Nationalräte und das Komitee «Axen vors Volk» genügend Unterschriften gegen das geplante Projekt gesammelt, sagt Andy Tschümperlin: «Wir werden unsere Initiative am 10. April einreichen.»

Die Initiative hat zum Ziel, das Projekt zu redimensionieren: Die bestehende Axen-Nationalstrasse soll saniert und mit einem Fuss- und Radweg ergänzt werden, und Sisikon soll eine kurze Ortsumfahrung bekommen. Die geplante Axenstrasse mit den Tunnels sei laut dem Initiativ-Komitee aber eine unnötige Luxuslösung.