Umbau Poststellen-Netz Schwyzer Regierung will Post auf die Finger schauen

Der Schwyzer Regierungsrat will den geplanten Umbau des Poststellen-Netzes kritisch begleiten. Einen entsprechenden Bericht hält er aber für unnötig. Dies schreibt die Regierung auf einen SP-Vorstoss aus dem Kantonsrat. Wie viele Poststellen im Kanton Schwyz geschlossen werden, ist noch offen.

Ein Mitarbeiter der Post bedient einen «My Post Automaten» des Post-Netzes der Zukunft

Bildlegende: Statt Poststellen neue Service-Automaten: Der Umbau der Post wirft Fragen auf. (Symbolbild) Keystone

Der Schwyzer SP-Kantonsrat Paul Furrer verlangte mit einem Vorstoss, dass die Regierung in einem Bericht aufzeigen solle, wie sie sich gegen den geplanten Umbau des Poststellen-Netzes wehren will. Die Post hatte im Herbst 2016 angekündigt, dass sie landesweit 500 bis 600 Poststellen abbauen will.

Dieser Abbau, so die Befürchtung, führe zu einem Kampf zwischen Kantonen und Gemeinden und einem Abbau des Service Public. Auch so genannte Postagenturen, zum Beispiel in Dorfläden, seien kein gleichwertiger Ersatz.

Regierung will Post «an ihren Aussagen messen»

Die Schwyzer Regierung werde den Umbauprozess der Post kritisch begleiten und die Gemeinden bei Bedarf unterstützen. Dies schreibt sie in ihrer Antwort auf den Vorstoss. Sie werde die Post an ihren Aussagen messen, dass die Dienstleistungen der Post in Zukunft sogar besser würden. Sie verlange von der Post grundsätzlich die Aufrechterhaltung des bestehenden Service Public. Ein entsprechender Bericht sei aber nicht sinnvoll.

Noch ist nicht offiziell bekannt, wo die Post ihre Poststellen schliessen will. Die Gespräche mit Kantonen und Gemeinden seien noch am Laufen, wie es bei der Post auf Anfrage heisst. Noch vor Juni will sie die Ergebnisse bekannt geben.