Skigebiet Andermatt: Beschwerde der Umweltverbände zurückgezogen

Die Urner Regierung hat sich mit den Umweltverbänden geeinigt: Sie erlässt Auflagen für die Erweiterung des Skigebiets, dafür wird die Beschwerde gegen die Zonenplanung zurückgezogen. Damit sind die raumplanerischen Grundlagen gelegt.

Skipistenwegweiser im Skigebiet Andermatt-Sedrun.

Bildlegende: Piste frei: Dem Ausbau des Skigebiets Andermatt-Sedrun steht nichts mehr im Wege. Keystone

So wird laut einer Mitteilung vom Dienstag die sogenannte Mantelnutzung mit Verkaufsgeschäften und anderen Angeboten in der Zone für Sport- und Freizeitanlagen nicht genehmigt.«Kioske und der Verkauf regionaler Produkte hingegen sollen zulässig sein», sagt die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen.

Zudem hat die Urner Regierung veranlasst, dass die Zone für Wintersport verkleinert wird, und zwar an jenen Orten, die für Lawinensprengungen vorgesehen sind. Auch die Tourismuszone Oberalp muss redimensioniert werden. Im Gebiet Nätschen sind nur Jugendherbergen und Lagerhäuser als Unterkünfte erlaubt.

Umweltverbände zufrieden

Die Umweltverbände sind mit dem Entscheid der Regierung zufrieden. Nun herrsche beim Ausbau des Skigebiets raumplanerische Klarheit: «Der Zonenplan enthält nur noch das, was wirklich nötig ist», sagt Otto Sieber. Zentralsekretär von Pro Natura.

Die Verbände geben deshalb ihren Widerstand gegen die Zonenplanung der Gemeinde Andermatt auf. Die Gemeindeversammlung hatte den Teilzonenplan Skiinfrastrukturanlagen im April genehmigt. Gegen diesen Entscheid hatten Pro Natura und vier andere Umweltverbände Beschwerde beim Regierungsrat eingelegt.

Erfreut über den Entscheid zeigt sich auch Andermatt Swiss Alps, die das Ferienresort in Andermatt realisiert. Das neue Skigebiet ist wichtig für das Resort und verbindet die Wintersportorte Andermatt und Sedrun im Kanton Graubünden. Insgesamt sind 24 Bahnen und Skilifte sowie 120 Kilometer Pisten vorgesehen.