Stadt Luzern regelt Zusammenarbeit mit Musegg-Parkhaus-Initianten

Das geplante Parkhaus im Musegghügel in der Stadt Luzern hat grosse Auswirkungen auf den Stadtverkehr. Deshalb wollen die Musegg Parking AG und der Stadtrat das Projekt zusammen weiter planen. Das Parkhaus Musegg bleibe aber ein privates Projekt, so der Stadtrat.

Mit dem Parkhaus Musegg soll die Innenstadt – vor allem der Schwanenplatz – vom Carverkehr entlastet werden. Das geplante Parkhaus für rund 700 Autos und 36 Reisecars im Musegghügel in der Stadt Luzern beeinflusse die ganze Verkehrspolitik und die Stadtentwicklung. Darum schlossen der Stadtrat und die Musegg Parking AG eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit ab.

Hausaufgaben für beide Seiten

Die Musegg Parking AG muss ein Vorprojekt ausarbeiten und aufzeigen, welche Auswirkungen das Parkhaus für Verkehr und Umwelt hätte. Zudem muss sie definieren, wie viele oberirdische Parkplätze aufgehoben werden können als Kompensation.

Die Stadt Luzern ihrerseits klärt beispielsweise ab, zu welchem Preis sie das Bauland abgeben würde, sie klärt Fragen zum Bebauungsplan und zu den rechtlichen Aspekten des Parkhauses.

Gegner formieren sich

Nach wie vor bleibe das Parkhaus ein privates Projekt, betont der zuständige Stadtrat Adrian Borgula. Die Stadt beteilige sich mit Fachwissen. «Ob eine finanzielle Beteiligung jemals zur Diskussion kommt, das ist offen», sagt Adrian Borgula gegenüber Radio SRF.

Sowohl die Stadt Luzern als auch die Initianten seien sich bewusst, dass dieses Parkhausprojekt für einen Teil der Bevölkerung negative Auswirkungen haben kann.

Tatsächlich formiert sich Widerstand. Nächstens wird ein Verein gegen das Parkhaus gegründet. Die Gegner machen sich Sorgen wegen der Museggmauer und wegen des Verkehrs im Quartier.

Das Parkhaus Musegg

Das Parkhaus Musegg sieht Parkplätze für 36 Cars und rund 700 Autos vor. Die Zufahrt ist im Gebiet Nölliturm geplant. Vom Parkhaus kommen die Besucher zu Fuss über eine 100 Meter lange Passage in die Altstadt. Eine Volksabstimmung ist für 2017 geplant. Die Initianten rechnen mit Kosten von 150 Millionen Franken.