Stadt Luzern sucht Übergangslösung für Car-Problem

Der Verkehr von Reisecars könnte am Schwanenplatz bei der Altstadt in den nächsten vier Jahren um über 40 Prozent zunehmen. Das besagt eine neue Studie im Auftrag von Luzern Tourismus und der Stadt. Sie schlägt auch Lösungen vor - von einem Shuttle-Schiff bis hin zur Sperrung des Platzes.

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Zankapfel: Schwanenplatz Luzern

3:18 min, aus Schweiz aktuell vom 23.6.2014

Die Parkplätze für Cars beim Schwanen- und dem Löwenplatz in der Stadt Luzern sind wegen ihrer Nähe zu den Uhrengeschäften bei Reisegruppen beliebt. Wegen der engen Platzverhältnisse kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Fussgängern und übrigen Autos.

Zwischen 2009 und 2013 haben Reisecars am Schwanenplatz im Schnitt täglich 56-mal Touristen aus- und eingeladen. An Spitzentagen waren es gar 340-mal. Diese Zahlen liefert die Studie, welche Price Waterhouse Coopers verfasst hat. Auftraggeber waren Luzern Tourismus und die Stadt. Die Studie rechnet auch damit, dass Luzern in den nächsten Jahren deutlich mehr Logiernächte und Tagestouristen verzeichnet.

Anfahrtsverbot, Anhaltegebühren, Schutteldienst

Um einen Verkehrskollaps zu vermeiden und die touristische Wertschöpfung nicht zu gefährden, gibt die Studie 19 Empfehlungen ab. Mit diesen soll der Carverkehr kurzfristig räumlich und zeitlich umverteilt werden. So sollen Reisegruppen vermehrt ausserhalb der Stosszeiten anfahren. Als mögliche Massnahmen vorgeschlagen sind etwa ein eine generelle Sperrung des Schwanenplatzes, ein Anfahrtsverbot für Cars während der Stosszeiten, Anhaltegebühren je nach Tageszeit oder auch ein Zubringerdienst per Bus oder Schiff.

Langfristig Parkhaus oder Metro bauen

Über die Empfehlungen soll nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt Luzern, der Uhrengeschäfte, von Anwohnern und des Tourismus diskutieren. Mit einem permanenten Monitoring-System sollen täglich Daten zum Carverkehr gesammelt werden. Die Umverteilungsmassnahmen könnten das Verkehrsproblem im Zentrum Luzerns längerfristig nicht lösen, heisst es in der Studie. Die Stadt solle deshalb auf anspruchsvolle und zahlungskräftige Touristen fokussieren und langfristig eine neue Infrastruktur zur Verfügung stellen, wie etwa ein Parkhaus unter dem Musegghügel oder eine Metro vom Stadtrand zum Schwanenplatz.