Stadtparlament einstimmig für neue Verkehrsachse Richtung Allmend

Der Luzerner Grosse Stadtrat spart aber nicht mit Kritik an der Nachbargemeinde Horw, die nichts an das Projekt zahlt. Der neue Fuss- und Radweg wird auf dem ehemaligen Trassee der Zentralbahn geführt und ist ein gemeinsames Projekt von Stadt und Kanton Luzern und der Gemeinde Kriens.

Die neue Langsamverkehrsachse.

Bildlegende: Das Luzerner Stadtparlament gibt grünes Licht für neue Langsamverkehrsachse Richtung Allmend. zvg

Das Luzerner Stadtparlament war sich am Donnerstag einig: Die Chance sei einmalig, auf dem nicht mehr verwendeten Trassee der Zentralbahn einen Fuss- und Radweg vom Stadtzentrum ins Entwicklungsgebiet Luzern-Süd zu realisieren.

Das gemeinsame Projekt von Stadt und Kanton Luzern und der Gemeinde Kriens kostet 4,8 Millionen Franken, der Anteil der Stadt Luzern beträgt rund eine Million. Eröffnet werden soll die neue Verkehrsachse im Frühling 2016.

Kritik hagelte es vom Parlament allerdings an die Adresse der Nachbargemeinde Horw. Diese will sich als direkte Nutzniesserin der Verbindung nicht an den Kosten beteiligen. Das sei bedenklich, erklärte SP-Sprecher Nico van der Heiden. Die finanziell angeschlagene Stadt finanziere Zentrumsaufgaben, Horw aber senke die Steuern, anstatt sich an den Zentrumslasten zu beteiligen.

Auch in Horw löst die neue Verkehrsachse Fragen aus. So will die L20 vom Gemeinderat wissen, wie er die Verkehrsverbindung auf dem eigenen Gemeindegebiet weiterführen und wie er das finanzieren will.