Streit um Wohnbauprojekt Nuolen am Zürichsee geht weiter

Für die Realisierung einer Wohnüberbauung in der Gemeinde Wangen sollte der Zürichsee aufgeschüttet werden. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat Beschwerden gegen die Baubewilligung gutgeheissen. Die Firma Kibag akzeptiert den Entscheid nicht und zieht den Fall ans Bundesgericht weiter.

Das Gelände des Kieswerks Kibag am Ufer des Zürichsees in Wangen sollte auf einer Fläche von 51'000 Quadratmetern umgestaltet werden. Geplant waren im Ortsteil Nuolen eine Siedlung mit rund 60 Wohneinheiten, ein neuer Bootshafen, öffentliche Wege sowie Flachwasserzonen. Daneben plante die Gemeinde auf der Halbinsel Nuolen ein Schwimmbad.

Das Gericht kam zum Schluss, dass das Vorhaben mit den seit 2011 geltenden Gewässerschutzbestimmungen nicht mehr vereinbar ist. Dies teilten die Gemeinde Wangen und die Organisation «aqua viva rheinaubund» mit.

Das öffentliche Interesse am Schutz der Gewässer wird somit höher gewichtet als die privaten Interessen am Erhalt der bestehenden Planungen. Die Firma Kibag, die die Überbauung realisieren wollte, akzeptiert den Entscheid nicht, wie Projekteiter Guido Ernst auf Anfrage von SRF sagt. Nun muss das Bundesgericht über den Fall entscheiden.