Strukturreform der katholischen Luzerner Pfarreien dauert länger

Die 101 römisch-katholischen Pfarreien im Kanton Luzern sollten ursprünglich ab 2014 in 26 Pastoralräumen enger zusammenarbeiten. Nun hat Bischof Felix Gmür die Frist bis 2018 verlängert.

Felix Gmür

Bildlegende: Felix Gmür muss die Zusammenarbeit der Pastoralräume noch etwas vertagen. Keystone

Innert sechs Jahren wurden erst sieben Pastoralräume errichtet. Personelle Gründe könnten den Anstoss zur Zusammenarbeit geben, manchmal würden aber dieselben Gründe es schier unmöglich machen, das Projekt zu starten, wird Bischofsvikar Ruedi Heim im «Luzerner Kirchenschiff» zitiert, dem Infomagazin der katholischen Kirche in Luzern.

Ein Pastoralraum stellt die künftige organsiatorische Einheit für die Seelsorge dar, in der mehrere Pfarreien eng zusammenarbeiten. Unter den zehn Kantonen des Bistums Basel ist Luzern mit 255 000 Mitgliedern der grösste. Luzern liege bei der Umsetzung der Pastoralräume im vorderen Mittelfeld, heisst es im Bericht weiter.

Bislang existieren im Kanton Luzern Pastoralräume in Luzern (2009), Horw (2011), den Seepfarreien (2012) Weggis, Vitznau und Greppen, in Kriens (2012), im Hürntal im Hinterland (2013), in Schüpfheim (2013) und in Malters (Start März 2013).

Die Strukturreform geschieht unter dem Motto «Den Glauben ins Spiel bringen» im Zuge des Pastoralen Entwicklungsplans des Bistums Basel. Die katholische Kirche will damit unter anderem auf den Personalmangel reagieren. Die Zusammenarbeit ermöglicht ausserdem ein breiteres Angebot.
 
Die Leitung eines Pastoralraumes übernimmt jeweils ein Pfarrer oder Diakon. Sie kann aber auch von einem Laientheologen oder einer Laientheologin wahrgenommen werden. Die Pastoralräume sind verbindlicher und auf Dauer angelegt, dies unterscheidet sie von Seelsorgeverbänden.