SVP Nidwalden ergreift Referendum gegen Basisstufe

Die SVP hat die notwendige Zahl an Unterschriften für ihr Referendum gegen die Basisstufe und die Grundstufe beisammen. Entgegen dem Entscheid des Landrates will die Partei am bestehenden System festhalten.

Kindergartenkinder beim Basteln und Malen.

Bildlegende: Die SVP im Kanton Nidwalden wehrt sich gegen die Basisstufe. Keystone

Die Nidwaldner Knaben und Mädchen sollen mit dem Besuch des Kindergartens ihre Schulzeit beginnen. Die SVP hat die notwendige Zahl an Unterschriften für ihr Referendum gegen die Basisstufe und die Grundstufe gesammelt, wie sie am Mittwoch mitteilte. Bei der Grundstufe werden die ersten zwei Jahre des Kindergartens sowie das erste Primarschuljahr in einer Klasse geführt. Bei der Basisstufe sind Kindergarten und die ersten zwei Primarschuljahre in einer Klasse vereint.

Der Landrat hatte im November 2014 entschieden, dass die Gemeinden selbst entscheiden sollen, ob sie den Schuleintritt mit dem Kindergarten, der Basisstufe oder Grundstufe gestalten. Die SVP ist dagegen für einen harmonisierten Schuleintritt. Die Gemeinden sollen an dem ihrer Ansicht nach bewährten Kindergarten festhalten. Bei einer Wahlfreiheit komme es zu teuren Reorganisationen, und man schaffe ohne Not einen Flickenteppich.

Die SVP begründet ihre Haltung auch damit, dass Nidwalden 2009 deutlich Nein zum Schulharmonisierungs-Konkordat HarmoS und damit Ja zum Kindergarten gesagt habe. Nun solle der Kindergarten durch die Hintertüre abgeschafft werden.