«Traditionen und Bräuche zu vermarkten ist eine Gratwanderung»

Die Hochschule Luzern widmet sich der Frage wie kulturelle Bräuche in der Schweiz auch touristisch vermarktet werden. Dabei haben die Autoren die Luzerner Fasnacht genauso unter die Lupe genommen wie das Kräuterwissen der Zentralschweizer Frauenklöster oder die Gansabhauet in Sursee.

Der Brauch der «Gansabhauet» in Sursee soll ein Anlass für die lokale Bevölkerung bleiben.

Bildlegende: Der Brauch der «Gansabhauet» in Sursee soll ein Anlass für die lokale Bevölkerung bleiben. Keystone

Im Vordergrund steht die Frage nach der positiven oder negativen Veränderung eines Brauchtums, wenn dieses touristisch vermarktet wird. Im Falle der «Gansabhauet» in Sursee sei beispielsweise eine Vergrösserung des Anlasses gar nicht gewollt, sagt Marc-Antoine Camps im Gespräch mit Radio SRF.

Das würde mehr Technik wie Bildschirme zur Übertragung erfordern und das wollen die Veranstalter nicht. Es soll ein Anlass für «die lokale Bevölkerung bleiben», sagt Marc-Antoine Camps weiter.

Massenanlass Luzerner Fasnacht

Die Luzerner Fasnacht hingegen ist ein Anlass für die Massen und zieht auch ausserhalb der Stadt Luzern Publikum an. Das gefällt in Luzern nicht allen und deshalb verzichte «Luzern Tourismus auch bewusst auf die Vermarktung», stellt Marc-Antoine Camps fest.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr